Eine Schulgeschichte
Ein Kayankaya-Roman
Ein Kayankaya-Roman
Frühe Novellen und ein kleiner Roman
In seinem letzten vollendeten Werk, 1980 postum erschienen, kehrt Alfred Andersch in seine Jugend zurück. München, Mai 1928. Der Schüler Franz Kien erleidet eine Unterrichtsstunde bei Herrn Himmler, Direktor des Wittelsbacher Gymnasiums, Altphilologe, großbürgerlicher Katholik und Vater des späteren Reichsführers der SS. Im Nachwort stellt der Autor die Frage: »Schützt Humanismus denn vor gar nichts?« Das literarische, moralische und politische Testament Alfred Anderschs.
»Hans Korte schlüpft in dem Hörbuch des Diogenes Verlags wie bereits für die Verfilmung in die Rolle des verhassten Rektors Gerhard Himmler, Vater des späteren ›SS-Reichsführers‹ Heinrich Himmler. Fein unterscheidet Korte durch Veränderung der Klangfarbe seiner Stimme den autoritären Lehrer von den Schülern.«Südwest Presse
»Mit schier unheimlicher Präzision und Intelligenz legt Hans Korte Schicht um Schicht des Ungeistes schwärzester deutscher Pädagogik frei. Eine Lehrstunde des Grauens.«Stuttgarter Nachrichten
»1979 gelang Andersch noch einmal etwas Großes: eine Schulgeschichte des Schreckens, die es mit dem Hanno-Kapitel in den ›Buddenbrooks‹ aufnehmen kann. Das Große wird im Hörbuch sogar noch etwas größer, weil es von einem alten Schlachtroß deutscher Schauspielkunst vorgetragen wird. Und wie! Der kalte Sadismus, mit dem ein Schuldirektor 1928 den Schüler Franz Kien im Griechisch-Unterricht vernichtet, wird von Korte zur Vollendung gebracht. Das ist zwar schrecklich, aber auch schrecklich gut.«SonntagsZeitung
»Anderschs Erzählung ist ein dramatisch aufgebautes, auf eine Schulstunde konzentriertes Prosastück. In Carlheinz Casparis Verfilmung von 1985 verkörperte Hans Korte den ›Rex‹. Er überzeugte als begeisterter Sokrates-Verehrer und eiskalter Zyniker. Gut 20 Jahre später ist Korte auch der brillante Sprecher des neu erschienenen Hörbuches. Seine Stimme ist mal einschmeichelnd, mal schneidend, dann wieder überschnappend bis zum Brüllen. Die quälende Frage, eigentlicher Antrieb des Schreibens von Andersch, wird evident: ›Schützt Humanismus denn vor gar nichts?‹«Frankfurter Neue Presse