Logo Diogenes Verlag
3
Andrzej Szczypiorski  |  Den Schatten fangen  |  Roman, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 7.90 / sFr 13.90* / € (A) 8.20

Roman, detebe 22789 Broschur, 176 Seiten
Erschienen in Juli 2000
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-22789-5

Merken Platzhalter Okay-Icon Drucken

Andrzej Szczypiorski
Den Schatten fangen

Sommer 1939 in Polen: Wie eine Gewitterwolke hängt die drohende Kriegsgefahr über dem Land. Der junge Krzys, der an der Schwelle zum Erwachsensein steht und seine erste Liebe erlebt, verabschiedet sich wehmütig von den liebgewordenen Erinnerungen seiner Kindheit. Und mit dem Ende der Kindheit von Krzys zieht das Ende einer polnischen Epoche heran. Krzys kann gerade noch ›den Schatten fangen‹...

Mehr zum Inhalt

»Für den fünfzehnjährigen Krzys ist die Welt auf einmal anders geworden, er fühlt sich einsam, unsicher, unklaren Gefühlen ausgeliefert. Wehmütig erinnert er sich an die Spiele der Kindheit, die ruhigen Sonntage bei der Großmutter, die Schiffsfahrten mit den Eltern oder die Spazierritte auf dem Rücken eines Ponys. In diesem Sommer des Jahres 1939 erlebt Krzys seine erste Liebe zu einem jungen Mädchen vom Land. Sie endet tragisch. Und so wie der Junge dem Erwachsensein mit all seinen Enttäuschungen und Prüfungen entgegensieht, so steht auch das Land Polen vor einer ungewissen Zukunft: Wird es Krieg geben? Krzys ist nicht sicher, ob er das Mädchen je wiedersehen wird. Und tief im Inneren ahnt er, dass auch sein Land bald nicht mehr dasselbe sein wird, dass sich die Schatten nicht mehr einfangen lassen. Subtil und ohne große Worte schildert Szczypiorski in diesem Roman, der erstmals 1979 veröffentlicht wurde, die Gewitterstimmung vor Ausbruch des Krieges. Das Psychogramm eines jungen Menschen entwickelt der Autor der ›Schönen Frau Seidenman‹ gekonnt vor dem Hintergrund einer folgenreichen geschichtlichen Epoche.«

StimmenAlle anzeigen

»Mit ›Den Schatten fangen‹ beweist Andrzej Szczypiorski einmal mehr seine Vielseitigkeit als Schriftsteller. Andrzej Szczypiorskis behutsame und eindringliche Erzählweise, sein unverkennbar eigener Duktus verführt dazu, sich mit Krzys und seinen Erlebnissen, vor allem aber auch mit seinen Überlegungen zu identifizieren.«Deutsche Welle

»Obwohl vom Ende einer Kindheit erzählt wird, von der Entwicklung eines ebenso phantasiebegabten wie scharfsinnigen Jungen, kann es keine Frage sein, daß aus dieser Perspektive gleichzeitig ein eindringliches und differenziertes Stimmungsbild Polens kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen entsteht und ein trübes Stück Vergangenheit schlagartig von einer anderen Seite beleutet wird.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die jüngeren werden Szczypiorski in diesem Roman als einen in philosophischen Disputen erfahrenen Analytiker entdecken und ihn für seine zarte Poesie loben. Aber für uns beide, für die älteren und auch die jüngeren Leser, hat Andrzej Szczypiorski einen Roman geschrieben, der uns, Deutsche und Polen, kurzum Europäer, um eine europäische Geschichte reicher gemacht hat.«Welt am Sonntag

Lesezeichen / Weitersagenschliessen