Logo Diogenes Verlag
Jakob Arjouni  |  Chez Max  |  Roman, Taschenbuch, 224 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 15.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 23651, 224 Seiten
Erschienen im Nov. 2007

ISBN 978-3-257-23651-4
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

Merken Platzhalter Okay-Icon Drucken

Jakob Arjouni
Chez Max

Wir befinden uns im Jahr 2064. Die Welt ist durch einen Zaun geteilt: hier Fortschritt und Demokratie, dort Rückschritt, Diktatur und religiöser Fanatismus. Doch das Wohlstandsreich will verteidigt sein, Prävention ist angesagt wie noch nie. Dies ist die Aufgabe der beiden Ashcroft-Männer Max Schwarzwald und Chen Wu, Partner – aber alles andere als Freunde.

Mehr zum Inhalt

Die Welt im Jahr 2064: Überbevölkerung? Hungerkatastrophen? Religionskriege? Diktaturen? Von wegen. Jedenfalls nicht im euroasiatischen und nordamerikanischen Teil. Vom Rest der Welt durch einen Zaun getrennt, lebt es sich dort, abgesehen von vereinzelten Selbstmordattentaten und regelmäßigen Grenzkonflikten, immer besser. Zum Beispiel im elften Pariser Arrondissement in dem kleinen feinen Restaurant ›Chez Max – cuisine allemande‹. Allerdings wird dort nicht nur gut gegessen, sondern auch beobachtet und belauscht. Denn Max ist nicht nur Chef des Restaurants, sondern Ashcroft-Mann: Mitglied einer staatlichen Geheimorganisation, die die Gefahren, welche die politische Weltordnung bedrohen, frühzeitig erkennen und ausmerzen soll. Max führt ein erfülltes, geregeltes Leben zwischen beruflichem Erfolg und gesellschaftlichem Engagement. Wäre da nicht sein Ashcroft-Partner, Chen Wu, ein moralisches Großmaul, der kein Tabu auslässt, jede menschliche Schwäche aufspießt und sich alles herausnehmen darf, weil er bei der Organisation spektakuläre Erfolge vorzuweisen hat. Bis er eines Tages selbst eine Schwäche zeigt und Max die Chance sieht, sich seines Partners ein für allemal zu entledigen.

StimmenAlle anzeigen

»Viele haben es versucht – und sich dabei mehr oder weniger blamiert. Den Roman zum 11. September 2001 als epochalem Datum wollten schon der Franzose Frédéric Beigbeder, der Amerikaner Jonathan Safran Foer und der Indobrite Salman Rushdie schreiben. Zuletzt hat sich auch John Updike an dem Ereignis abgearbeitet (›Terrorist‹, 2006). Und so blieb der endgültige Roman zum 11.9. bislang bloß das heißbegehrte Spekulationsobjekt des Buchmarkts. Nach all der Vergeblichkeit kommt jetzt aus Deutschland der bislang mit Abstand originellste Roman zum Thema. Jakob Arjouni fragt darin nicht: Wie konnte es dazu kommen? Sondern: Was kommt danach?« SonntagsZeitung

»Jakob Arjouni hat mit ›Chez Max‹ einen Zukunftsroman geschrieben, der genau auf all jene Ängste und Befürchtungen eingeht, die die Europäer in Zeiten von Krieg und Terrorismus umtreiben. Eine bis zum Ende spannende Geschichte - gekonnt spielt Jakob Arjouni mit Ironie und schwarzem Humor.«dpa

»Virtuos witzig, manchmal rabenschwarz.«bücher

»Ähnlichkeiten zwischen dem Roman ›Chez Max‹ und unserer Gegenwart sind nicht zufällig, sondern unvermeidlich - vom ›War on Terror‹ bis zur Ausgrenzung der Dritten Welt. Dass Arjouni dabei immer klar, spannend und plausibel schreibt, macht die Qualität seines Romans aus, über den sich so trefflich streiten wie nachdenken lässt.«Der Spiegel

»Arjouni hat sich die Attentate vom 11. September und ihre Folgen gründlich durch den Kopf gehen lassen und in zierloser, direkter Sprache einen Roman zu Papier gebracht, der zu seinen besten zählt.«GQ

Lesezeichen / Weitersagenschliessen