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William Faulkner

Foto: Archiv Diogenes Verlag

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William Faulkner

William Faulkner wurde 1897 in New Albany (Mississippi) geboren. Nachdem ihn Schule, Banklehre, Armee und Universität jeweils nur für kurze Zeit zu fesseln vermochten, arbeitete Faulkner in einer New Yorker Buchhandlung und für eine Zeitung in New Orleans. Es folgten Reisen nach Europa und Asien und längere Aufenthalte in Hollywood, wo er sich als Drehbuchautor einen Namen machte. Zunehmend widmete er sich jedoch von seiner Farm in Oxford (Massachusetts) aus dem Schreiben von Romanen und Erzählungen – und dies mit außerordentlichem Erfolg: 1949 wurde William Faulkner der Nobelpreis für Literatur zuerkannt. Faulkner starb 1962 an den Folgen eines Reitunfalls.

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»Faulkner ist der berühmteste Schriftsteller des amerikanischen Südens und ein Held der literarischen Moderne. Er hat die Literatur des amerikanischen revolutioniert und sie vom Süßlichen, Patrizischen, Nostalgischen des Plantagenromans befreit.«Die Welt

»Wer Faulkners Bücher nicht kennt, der weiß auch nichts vom Rausch, vom Lesen im Delirium, nichts davon, wie einen Romane geradezu entrücken können. Faulkner machte einige der größten Bücher, die man vor dem Erwachsenwerden entdecken kann.«Die Weltwoche

»William Faulkner hat in seinen miteinander verwobenen Romanen und Erzählungen, in denen er neue narrative Möglichkeiten erschloß und der Sprache neue symbolische Dimensionen abgewann, den amerikanischen Süden zu einer Landschaft der Weltliteratur gemacht.«Neue Zürcher Zeitung

»Hinter Faulkners literarischem Konzept steht unverkennbar der Anspruch auf Totalität: Eigentlich möchte er die ganze Welt erzählen. ›Ich stelle mir gern jene Welt vor, die ich geschaffen habe, als eine Art Schlußstein im Universum, den man - mag er auch noch so klein sein - nicht entfernen kann, ohne daß das Universum einstürzt.‹ Um weniger geht es Faulkner nicht. Es ist der große alte Traum aller Schriftsteller, den er da formuliert. Die Intensität seiner Bücher macht aus, daß man diesen totalen Anspruch hinter jeder Zeile von ihm spürt. Hinzu kommt die Wirkung seiner Prosa, die erfahrungs- und wahrnehmungsgesättigt dahinströmt, manchmal unendlich langsam, manchmal wie unter atmosphärischem Hochdruck beschleunigt. Für seine Leser gibt es nicht einen Faulkner, sondern viele. Borges zum Beispiel ist beeindruckt von den Unwahrscheinlichkeiten, die er auftürmt, ohne daß seine Geschichten weniger wahr wirkten. Malraux spricht bei der ›Freistatt‹ vom ›Einbruch der griechischen Tragödie in den Kriminalroman‹. Faulkner leistete Missionsdienste für den modernen lateinamerikanischen Roman. Die magischen Realisten von Juan Carlos Onetti bis zu Gabriel García Márquez berufen sich auf ihn zu Recht: Kein Schriftsteller der Moderne stellt dringlicher die Frage nach dem Fundament von Überlieferung, rassischer und kultureller Identität.«Süddeutsche Zeitung

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