Geboren 1903 in Cork, gestorben 1966 in Dublin. Er wurde Buchhändler, dann Bibliothekar und schließlich Schriftsteller und Direktor des berühmten Abbey Theatre. Beteiligte sich an den Revolutionskämpfen. Schrieb Romane, Erzählungen, Reisebücher und eine Studie über den modernen Roman.
»Frank O'Connor gehört wie Liam O'Flaherty und Sean O'Faolain zu der auf Yeats folgenden Generation. Da sie beides – das Schwärmen wie das Richten – mit dem gleichen Übermaß und der gleichen unbändigen Kraft der Worte tun, die jedem Iren in die Wiege gelegt ist (in Irland gibt es nur Dichter), so kommt es, daß hier eine Literatur gedeiht, so nahrhaft und würzig, so voller Frische, Humor und Bizarrerie, daß das übrige Europa, hätte es nur Ohren zu hören, daran in der Tat literarisch gesunden könnte.«Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Dieser Erzähler bildet nicht ab, er schildert nicht, und noch viel weniger deutet er. Er beugt sich über den Lehm, haucht ihm Leben ein und tritt zurück. Der Leser bleibt allein mit einem Stück Wirklichkeit, das vom Geist des Künstlers berührt wurde und doch sein Geheimnis nicht preisgibt ... So kommt es, daß hier eine Literatur gedeiht, so nahrhaft und würzig, so voller Frische, Humor und Bizarrerie, daß das übrige Europa, hätte es nur Ohren zu hören, daran in der Tat gesunden könnte.«Günter Blöcker
»Frank O’Connors Erzählungen sind ein einziges Vergnügen. Wie er in seinen Erzählungen mit seinen Gestalten umgeht, wie gut er sie und ihre Umgebung kennt, ist eine Kunst für sich. Er führt vor, wie sie reagieren; wie Abneigung in Zuneigung umkippt, wie Unfreiheit letztlich dann doch einen Ausweg findet. Er ist der Beobachter, der Beschreiber, der unauffällige Regisseur, der die Fäden des kleinen menschlichen Theaters in Händen hält. Er ist aber auch Meister der Form und der Formen. Ein Meister immer neuer, überraschend abgewandelter Verläufe, Anfänge und Schlüsse.«Westdeutscher Rundfunk