Geboren am 29.5.1874 in Kensington, gestorben am 14.6.1936 in Beaconsfield, dort begraben auf dem Friedhof von St. Teresa of the Child Jesus. In der Schule galt er als schläfrig und skurril, als Erwachsener wegen seiner glänzenden Essays und Zeichnungen als Genie. Seine Zerstreutheit war legendär: »bin in market harborough wo soll ich sein?« telegraphierte er seiner Frau, als er vergessen hatte, wo er einen Vortrag zu halten hatte. Seine Körperfülle erlaubte ihm, im Bus seinen Platz nicht nur einer Dame, sondern dreien zu überlassen. Gefürchtet war Chesterton als wortgewaltiger Liberaler, der sich gegen Dekadenz und Nihilismus des Fin-de-siècle ereiferte und den viktorianischen Imperialismus, Konservatismus und Sozialismus bekämpfte. Die Freundschaft mit Pater John O’Connor regte später eine religiöse Reflexion an, die 1922 zum Übertritt zur katholischen Kirche führte. O’Connor war auch das Modell für den Pater Brown seiner berühmten Detektivgeschichten.
»Jedes einzelne der Stücke aus der Saga von Father Brown stellt uns vor ein Mysterium, stellt Erklärungen dämonischer oder magischer Art bereit, ersetzt sie aber schließlich durch andersartige, die der hiesigen Welt gemäß sind. Die meisterhafte Beherrschung schmälert nicht die Kraft dieser knappen Erfindungen.«Jorge Luis Borges
»Er ist so lustig, daß man fast glauben könnte, er habe Gott erfunden.«Franz Kafka
»Ein Schriftsteller, dessen Witz an Dimension sogar seinen Bauch übertrifft.«Kurt Tucholsky
»Es ist ganz unmöglich, sich der Faszination von Chesterton zu entziehen.«Süddeutsche Zeitung