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James Boswell

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James Boswell

James Boswell wurde 1740 in Edinburgh geboren. Frei von finanziellen Sorgen, konnte er nach dem Jurastudium seiner Leidenschaft frönen: in Londoner Clubs mit bekannten Persönlichkeiten diskutieren. 1763 traf er in der Hinterstube eines Buchhändlers Dr. Samuel Johnson, den bedeutendsten Literaten der Zeit, der Schotten hasste, den Schotten Boswell aber zu seinem Vertrauten machte und mit ihm sogar dessen Heimat bereiste. Auf der obligaten Grand Tour durch Europa lernte Boswell Voltaire und Rousseau kennen. Nach zahlreichen Liebschaften heiratete er eine Cousine und versuchte sich erfolglos als Politiker. Er starb 1795 in London.

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»Homer ist nicht gesicherter der Erste unter den heroischen Dichtern, Shakespeare nicht der Erste unter den Dramatikern, als Boswell der Erste unter den Biographen ist.«Thomas Babington Macaulay

»Ich denke mich an Boswell zu ergötzen. Die erstaunlich genaue Biographie eines großen Mannes, geschrieben von einem kleinen, der sich zugleich selbst beschrieben hat.«Wilhelm Busch

»Den wahren Biographen, einen Eckermann, einen Boswell, kann man aus seinem Gegenstand gar nicht mehr herausreißen. Eckermanns berühmtes Buch wäre kaum ohne sein gleich berühmtes Vorbild, den ›Samuel Johnson‹ des Boswell, entstanden – kaum ohne dieses sonderbare Beispiel mimischer Genialität, kraft welcher ein zartnerviger, weichmütiger schottischer Edelmann sich bis zur Identifikation in einen der vehementesten, zornigsten und starrköpfigsten Engländer aller Zeiten verwandelt.«Hugo von Hofmannsthal

»Käme ein Wesen von einem anderen Stern und fragte, was denn das sei: Europa, die europäische Kultur, der europäische Charakter, welchen Denker oder Dichter es dazu studieren sollte - wen müßte man ihm nennen? Was aus der Antike? Unerläßlich! Die griechischen Dramatiker und Philosophen, Wiege des Abendlandes. Anschließend die christlichen Mystiker, vielleicht noch Parzival, das Nibelungenlied. Dann Dante und Cervantes und Montaigne, Erasmus, Shakespeare! Dann die französischen Moralisten und Aufklärer, Hume und Kant, Schopenhauer, Kierkegaard natürlich, die russischen Erzähler. Und Flaubert. Aber vor allem: Boswell. Boswell. Und, um noch dies hinzuzufügen: immer wieder Boswell. Boswell war der Mann, der Europa ist.«Die Zeit

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