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Wilhelm Müller

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Wilhelm Müller

Geboren am 7.10.1794 in Dessau, gestorben am 30.9.1827 in Dessau, dort begraben im Alten Friedhof. »Das Wandern ist des Müllers Lust«, »Am Brunnen vor dem Tore« – Anfangszeilen vertrauter Volkslieder. Den Komponisten, Franz Schubert, kennen die meisten, den Dichter die wenigsten. Wilhelm Müllers Vater, ein Handwerker, durch die zweite Ehe zu etwas Wohlstand gelangt, konnte den Sohn auf die Universität Berlin schicken. Der Student nahm an den Freiheitskriegen gegen Napoleon teil sowie an einer Studienreise nach Griechenland und Italien, um griechische Inschriften zu sammeln. Die Reise weckte in ihm Sympathien für die mediterrane Lebensart und für den Freiheitskampf der Griechen gegen die Türken, die der ›Griechen-Müller‹, wie er bald genannt wurde, in vielen Gedichten bezeugte. Der Lehrer und herzogliche Bibliothekar, dessen »ewige Frische und jugendliche Ursprünglichkeit« Heine bewunderte, starb kaum 33 Jahre alt.

Stimmen

»Wilhelm Müller ist ein wunderbarer romantischer Lyriker, auf dessen außerordentliche Bedeutung schon Heine hingewiesen hat. Im 19. Jahrhundert, zumal in dessen zweiter Hälfte, wurde Müller meist unterschätzt und stand oft in Schatten Schuberts. Inzwischen gibt es keine deutschen Anthologie, in der seine elegischen und melancholischen Gedichte fehlen würden.«Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

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