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Seneca

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Seneca

Geboren im 4 v.Chr. in Corduba, gestorben 65 n.CHr. in Rom. Lucius Annaeus Seneca wird als Sohn einer gebildeten römischen Adelsfamilie geboren – sein Vater ist der Verfasser eines berühmten Buches über Rhetorik.Seneca beschreitet als brillianter und erfolgreicher Redner die übliche Ämterlaufbahn und beginnt, philosophische Abhandlungen zu verfassen. Doch die Zeiten sind unsicher: Nach dem Tod Augustus' wandert die Kaiserkrone von Haupt zu Haupt, Intrigen und Morde sind an der Tagesordnung. Seneca wird von Kaiser Claudius nach Korsika verbannt. In dieser harten Zeit kann der Philosoph seine stoischen Grundsätze – Gelassenheit und Unerschütterlichkeit – an sich selbst erproben. Nach acht Jahren darf er endlich nach Rom zurückkehren. Er wird Erzieher des jungen Nero. Nach Claudius Tod regiert Seneca stellvertretend für Nero das römische Weltreich. Doch der Schützling erweist sich als unberechenbar: an Grössenwahn leidend und an Verfolgungswahn erkrankt, wird er zum Schreckenskaiser und bricht mit Seneca. Unter einem absurden Vorwand gibt Nero seinem mißliebig gewordenen Erzieher den Befehl zum Selbstmord. Seneca öffnet sich, seiner philosophischen Unerschütterlichkeit getreu, die Adern.

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»Es spricht für Seneca, daß er nicht dauernd maßvoll war. Seneca war Stoiker stets nur so lange, als es ihm nicht tunlicher erschien, irgend etwas anderes zu sein. Ich kann Seneca sehr gut leiden.«Peter Hacks

»Seneca, damals der Erste an Gelehrsamkeit wie an Macht, die schließlich, allzu groß geworden, über ihm zusammenstürzte.«Plinius der Ältere

»Die einzig wahre Philosophie.«Joseph Weber

»Seneca und Platon mache dir zu Hausgenossen; wenn sie mit dir reden, dann lassen sie dich nicht in niedergeschlagener Stimmung.«Brief an Peter Gilles

»Brauch ich stärkende Gedanken gegen die Todesfurcht, so leihe ich sie mir bei Seneca.«Essais

»Mit seiner Lebensweisheit, daß der Menschengeist mächtiger als das Schicksal sei, ging Seneca als ein großer Nothelfer durch die Jahrhunderte. Seine Schriften fanden die Bewunderung des Kirchenvaters Hieronymus, sie trösteten den römischen Senator Boethius im Gefängnis, sie wurden von Dante zitiert und von Rubens verehrt, sie entlockten sogar dem Erasmus, der mit Lob sparsam umzugehen pflegte, das Bekenntnis, sie müßten von allen gelesen werden, die nach einem sittlichen Leben streben.«Vorwort

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