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Theodor Fontane

Foto: Archiv Diogenes Verlag

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Theodor Fontane

Theodor Fontane, 1819 in Neuruppin als Sohn eines Apothekers geboren, dessen Beruf er übernahm und 14 Jahre lang ausübte. Lustlos – denn er träumte von einer Existenz als freier Schriftsteller, die er sich nicht leisten konnte. Sein erster Gedichtband erschien 1851, nachdem er gekündigt und ein Hungerjahr lang geschrieben hatte. Die Heirat zwang ihn dann, »Zeitungskram« zu schreiben, dem er »am liebsten Lebewohl gesagt hätte«. Er ging 1852 als Korrespondent der ›Preußischen Zeitung‹ nach London, wo er angeregt durch schottische Vorbilder, Balladen zu schreiben begann, die zunehmend zeitgeschichtliche Stoffe aufnahmen. Erst im Alter entstanden seine großen erzählerischen Werke wie ›Irrungen, Wirrungen‹, ›Effi Briest‹ und ›Der Stechlin‹. Sie machten ihn zu seiner Zeit zum einzigen im Ausland gelesenen deutschen Romancier.

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»Dieser Autor hat Sicherheit, Kontur und Überlegenheit, er wird mit seinem Thema fertig, er ist innerhalb deutscher Romaninferiorität eine große Leuchte.«Gottfried Benn

»Zum ersten Mal erklingt aus dem Norden der süße Laut eines Erzählers, den die Sprache trägt, wie die Windungen eines angenehmen Flusses.«Heimito von Doderer

»Das große Stilerlebnis für mich war Fontane.«Friedrich Dürrenmatt

»Theodor Fontane gelang, was den großen ausländischen Meistern mit Paris, London und Petersburg gelungen war: Er schuf Berlin zum zweiten Male.«Erich Kästner

»Der moderne Roman wurde für Deutschland erfunden, verwirklicht und auch gleich vollendet von einem Preußen, Mitglied der französischen Kolonie, Theodor Fontane. Als erster hat er hier wahrgemacht, daß ein Roman das gültige, bleibende Dokument einer Gesellschaft, eines Zeitalters sein kann; daß er Leben und Gegenwart bewahren kann noch in einer sehr veränderten Zukunft. Er war, in Skepsis wie in Festigkeit, der wahre Romancier, zu seinen Tagen der einzige seines Ranges.«Heinrich Mann

»Es ist etwas unbedingt Zauberhaftes um seinen Stil. Mir persönlich sei das Bekenntnis erlaubt, daß kein Schriftsteller der Vergangenheit oder Gegenwart mir die Sympathie und Dankbarkeit, dieses unmittelbare und instinktmäßige Entzücken, diese unmittelbare Erheiterung, Erwärmung und Befriedigung erweckt, die ich bei jedem Vers, jeder Briefzeile, jedem Dialogfetzchen von ihm empfinde.«Thomas Mann

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